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29.05.2016
Tom Lembcke bei der Int.Deutschen Meisterschaft der 420er

Anspruchsvoller Auftakt von Tom Lembcke YLB und Konstantin Steidle BYCUE bei der 420´er internationalen deutschen Meisterschaft

Ideale Bedingungen: Sonnenschein, an die 25 Grad Lufttemperatur und eine leichte Brise … so zumindest sah es bis Freitagmorgen in Kiel Schilksee aus. Bis einen Tag vor dem Auftakt der 420er IDM herrschte dieser Idealzustand. Dann kippte das Wetter.

 

Böen bis zu sieben Beaufort und Regen ließen am Freitagnachmittag vor Pfingsten schon ahnen, dass es über dieses Wochenende anspruchsvoll werden könnte. Regen und Temperaturen um zehn Grad unterstrichen das am Samstag, doch der Wind (3-4 Beaufort aus West) spielte mit, so dass fast das komplette Programm gesegelt werden konnte. Da störte es dann auch weniger, dass nach der Beendigung der 2 Wettfahrten ein Hagelschauer über Schilksee zog.Rund 600 Nachwuchssegler/innen sind bei der Kieler Woche des Nachwuchses im Einsatz. Die 420er gehen mit ihrer Internationalen Deutschen Meisterschaft bis Dienstag in die Verlängerung. Seglerische Höhepunkte für Tom Lembcke /Konstantin Steidle sind neben der 420er-IDM, die Qualifikation zur EUROSAF Jugend EM in der 420er Klasse, und die dritte Ausscheidung für die WM/EM Qualifikation.Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der 420er sind insgesamt 115 Jollen, darunter zwölf Schweizer Crews, am Start. Nach dem ersten Tag setzten sich nach zwei Wettfahrten Konstantin Steidle/Tom Lembcke vom Bodensee an die Spitze..Der Wind in Böen um acht Beaufort und Gewitter trieben den Segelnachwuchs bei den Young Europeans Sailing(YES) vor Kiel-Schilksee am Pfingstsonntag vom Wasser. Nach der ersten Wettfahrt, die bei vier Windstärken und teilweise Sonnenschein noch gesegelt werden konnte, verhinderte eine Gewitterfront weitere Starts. Um 12 Uhr wurden die Wettfahrten abgebrochen. „Es ist eine Nachwuchsregatta, und die Sicherheit steht absolut im Vordergrund“, so der Oberste Wettfahrtleiter, Mandus Freese. Alle zur Verfügung stehenden Schlauch- und Sicherungsboote wurden auf die Bahnen geschickt, um die Aktiven an Land zu ziehen und beim Aufrichten der zahlreichen gekenterten Jollen zu helfen. Bei Luft- und Wassertemperaturen um zehn Grad kühlt der Körper schnell aus.An Land wurden Startverschiebung und Warten angekündigt, in der Hoffnung, dass gegen Spätnachmittag die Spätschicht folgen kann, Für die 420er stehen drei Wettfahrten im Programm, bevor sie am Dienstag mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft in die Verlängerung gehen.

Nach bisher vier Wettfahrten lieferten sich Tom Lembcke/Konstantin Steidle und Philipp Royla/Jonas Royla (Neukirchen) ein Bug an Bug-Rennen. Beide Crews weisen zwei Siege und zwei zweite Plätze auf.

Bei durchschnittlich fünf Beaufort aus West und Sonnenschein herrschten trotz der elf Grad Wassertemperatur in der Strander Bucht gute Bedingungen. Nur hinter dem Bülker Leuchtturm blies der Sturm mit bis zu sieben Beaufort und verhinderte den Start der IDM-Klasse 420er, die am Nachmittag gegen 13.30 Uhr auf die Innenbahn verlegt wurde.

Um 14 Uhr durften dann die 420´er auf die Innenbahn und segelten bei 25 Knoten Wind 3 Wettfahren. Als führendes Team ging das Team Tom Lembcke/Konstantin Steidlevom See.

Fröstelig waren die Bedingungen am frühen Dienstagmorgen im Olympiazentrum von Schilksee, als die Crews ihre Boote für die finalen Wettfahrten fertig machten. Pudelmütze und Fleece-Stirnband waren begehrte Kleidungsstücke bei der letzten Besprechung mit den Trainern. Der Kurs wurde nicht weit vom Hafen ausgelegt und sorgte damit für kurze Anfahrtswege. Allerdings präsentierte sich der Wind nahe des Olympiazentrums auch zickig.

Sportlich wirbelten die Winddreher und Böen am letzten Tag noch einmal durch das Feld der Top-Crews der Meisterschaft. Konstantin Steidle/Tom Lembcke vom Bodensee, die nach den sechs Qualifikationsrennen das Feld mit drei Siegen und drei zweiten Plätzen angeführt hatten, patzten mit Platz 19 gleich zum Start in den Tag. Das Segeln auf der Kieler Innenbahn ist echt bescheiden. Der Wind ist drehig und unvorhersehbar waren die Aussagen der Segler.Ganz hart traf es indes Konstantin Steidle/Tom Lembcke. Als Führende in den Tag gestartet, rutschten sie durch die Ränge 19 und 8 sowie eine Frühstart-Disqualifikation noch aus den Medaillenrängen heraus.

Bei der Siegerehrung waren die Segler Konstantin Steidle / Tom Lembcke mit ihrem 5. Gesamtplatz in der IDM, der Qualifikation zur EUROSAF JEM und dem Vize deutschen Jugendmeistertitel sehr zufrieden.

Schon in 14 Tagen haben sie aber die Chance zur Revanche. Dann kommt es für die 420er zum nächsten Showdown, wenn die 50 besten Teams vor Warnemünde zur letzten Runde in der Qualifikation für die WM und EM aufeinander treffen. Bei der IDM konnten die Teams für diese Entscheidung bereits wichtige Punkte sammeln. Und 420er-Sportwart Reinhold Opolka geht davon aus, dass die Klasse mit jeweils sieben Damen- und Herrenteams sowie sechs Duos in der U17 eine starke Flotte im Juli nach San Remo zur WM schicken wird.